30 Jahre HuGV

Anfang November feierte der Heimat- und Geschichtsverein Fuldabrück mit zwei Veranstaltungen im DGH Dörnhagen sein 30.Vereinsjubiläum.

Los ging es am Donnerstag mit einem Vortragsabend. Unter dem Motto >Vom Saustall in die Worschdekammer< erlebten die zahlreichen Besucher einen kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag von Heinrich Keim. Er hat sich in unserer Region einen Namen gemacht, wenn es um nordhessische Kochkultur und insbesondere um die Feinheiten der Herstellung von >Ahler Worschd< geht. Nach dem Vortrag wurde die Ausstellung zur traditionellen Hausschlachtung in unseren Dörfern vorgestellt und eröffnet. Auf 25 Schautafeln wurden in Wort und Bild Erinnerungen ans Hausschlachten im Dorf wachgerufen. Die Abbildungen und Texte waren vom HuGV schon Monate vorher durch ausführliche Recherchen und Nachfrage in allen Fuldabrücker Ortsteilen zusammengebaut. Ergänzt wurden die Wandbilder durch originale Gerätschaften, die zum Handwerkszeug des Hausschlachters gehörten. Sie waren von Gerhard Meil zusammengetragen worden. An den offiziellen Akt schloss sich noch ein geselliges Miteinander an, wobei die Exponate der Ausstellung ebenso im Blickpunkt des Interesses standen wie Kostproben von >Ahler Worschd< und das eine oder andere Bierchen bzw. Gläschen Wein.
Alle Besucher waren sich einig: Es war ein gelungener Auftakt zum 30.Vereinsgeburtstag.

Heinrich Keim

Heinrich Keim in Aktion

Besucher

Besucher lassen sich von der Ausstellung fesseln

Besucher

Essen, Trinken und Schnuddeln nach Ausstellungseröffnung


Höhepunkt des Vereinsjubiläums sollte dann am darauffolgenden Samstag das gesellige Schlachteessen werden. Und es kam so! Die hungrige Schar aus Mitgliedern und einigen geladenen Gästen bevölkerte ab 18.30 Uhr das DGH Dörnhagen. Nach der Gästebegrüßung durch den Vorsitzenden Rolf Mell wurde vor dem Schlachteessen noch in Wort und Bild ein Streifzug durch die Vereinsgeschichte präsentiert. Grußworte von Eckhard Grebe als stellvertretendem Bürgermeister, von Pfarrer Jan-Daniel Setzer im Namen der evangelischen Kirchengemeinden und von Walter Schütz im Namen der Fuldabrücker Vereine schlossen sich an. Als Vorgeschmack auf das anschließende Essen erlebten dann alle Zuschauer noch köstliche Mundartszenen über den Ablauf einer Schweineschlachtung in Dörnhagen. Sonja Meil, Otto Vogt und Lothar Bubenheim ließen aufleben, was sich rund ums Schachten so ereignet haben mag. Der Text dazu stammte aus der Feder von Gerhard Meil. Dann war es soweit. Das Schlachtebuffet war aufgebaut und wurde eröffnet. Es gab Lob von allen Seiten für das schmackhafte Essen, das von der Landbrauerei Hess geliefert worden war. Nach ausgiebiger Schlachtemahlzeit durfte der obligatorische Schnaps natürlich nicht fehlen.

Buffet










"Schlacht" am
Schlachtebuffet

Nachdem alle gut gesättigt waren, wurde noch einmal an die Gründungsveranstaltung des Vereins vor 30 Jahren erinnert und Reinhold Siebert als stellvertretender Vereinsvorsitzender überreichte allen Gründungsmitgliedern, die zugegen waren, eine Urkunde für ihre 30-jährige Vereinstreue, verbunden mit einen guten Tropfen Wein. Unmittelbar danach wurde Hans Wolfgang Köhler, der auch schon bei der Vereinsgründung dazugehörte, eine besondere Ehre zuteil. Für seine langjährige Arbeit als stellvertretender Vereinsvorsitzender wurde er von Rolf Mell ausgezeichnet und unter dem Applaus aller zum Ehrenmitglied ernannt.

Gründungsmitglieder

Alle Gründungsmitglieder vereint beieinander

Inzwischen war es schon kurz nach 21 Uhr geworden und ein Highlight des Abends sollte noch folgen. Die Spitzbetzelgruppe aus Guntershausen und Rengershausen sorgte unter der Regie von Hildegund Röll in farbenfroher Tracht für eine überaus heitere halbe Stunde. Mit Text- und Gesangsbeiträgen brachten drei Frauen – unterstützt von Hellmuth Krug – den Saal eins ums andere Mal nicht nur zum Schmunzeln, es wurden auch Tränen gelacht über Schlachtegeschichten und andere Anekdoten vom Leben >uffem Dorfe<. Nach dem gelungenen Beitrag wurde noch manches Gläschen geleert und manche Bekanntschaft neu gemacht oder aufgefrischt. Viele der gut gelaunten Gäste hielten es aus bis um Mitternacht.

Zuschauer


Für gute Laune war gesorgt

Vortrag

Mundartvortrag zur Hausschlachtung

Spitzbetzelgruppe

Die Spitzbetzelfrauen mit männlicher Verstärkung