Ausstellung über die Hebamme Martha Elisabeth Icke
August 2015

Martha Elisabeth Icke übte ab 1911 den Beruf der „Geburtshelferin“ in Dörnhagen aus und war ab 1924 auch als niedergelassene Bezirkshebamme in Dennhausen, Dittershausen sowie Guntershausen und auf Anforderung auch in Guxhagen und Grifte tätig. Die komplette Verantwortung für die Schwangerschaftsbetreuung, die Geburtshilfe, das Wochenbett und die Nachsorge lag jahrzehntelang allein in ihren Händen. Nur in besonderen Notfällen konnte ein Arzt aus Guxhagen hinzugeholt werden. Hausgeburten waren bis etwa 1955/60 fast ausschließlich der übliche Weg und nur in wenigen Fällen wurden Krankenhäuser von den schwangeren Frauen zur Entbindung aufgesucht.

Martha Icke hat als Hebamme in unseren Dörfern mehr als 40 Jahre lang gewirkt. Bis 1953, als sie im Alter von 68 Jahren war, hatte sie bei ca. 1400 Geburten Hilfe geleistet. Viele Ortsansässige, die heute als längst Erwachsene in Fuldabrück leben, sind im wahrsten Sinne des Wortes durch ihre Hände gegangen. Natürlich hatte Martha Icke durch ihr berufliches Wirken auch einen großen örtlichen Bekanntheitsgrad. Vor 50 Jahren starb sie kurz vor der Vollendung ihres 80.Lebensjahres.

Der HuGV Fuldabrück hat die Lebensgeschichte der Hebamme aufgegriffen und möchte sie in Erinnerung bringen. Unser Mitglied Gerhard Meil hat viele Details zusammengetragen und mit Unterstützung durch die Nachfahren daraus ein Lebensbild der Hebamme Icke entstehen lassen. Die Arbeitsergebnisse können nun auf Ausstellungstafeln der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Auf diese Art soll die außergewöhnliche Lebensleistung von Martha Elisabeth Icke eine angemessene Würdigung erfahren.

Erstmals wurde diese Dokumentation am Erntedanksonntag in der Dörnhagener Kirche ausgestellt, und ist im Anschluss an den Erntedankgottesdienst am 04.10.2015 eröffnet worden.

Die Ausstellungstafeln waren danach für einige Zeit im Foyer des Fuldabrücker Rathauses zu sehen.