Fahrt nach Duderstadt und Ebergötzen am 26.06.2014

Duderstadt, auch Perle des Eichsfeldes genannt, war 1. Ziel der gemeinsamen Fahrt des HuGV Fuldabrück und der Geschichtsfreunde aus Baunatal. Nach problemloser Anfahrt begann unsere Stadtführung am Westerturm, auffalllend durch die schraubenartig gedrehte Turmspitze. Ursprünglich als Stadttor errichtet, war er neben Wall und Stadtmauer Teil des mittelalterlichen Befestigungssystems. Durch die Lage an großen Handels- und Heerstraßen entwickelte sich die Stadt am Anfang des 15. Jhdts auf eine Bevölkerung von 4.500 Einwohnern und war damit fast so groß wie Hamburg in jener Zeit. Der Weg führte zur St.-Servatius-Kirche zum Zentrum, das zwischen dieser und der zweitürmigen St.-Cyriakus-Kirche (Eichsfelder Dom genannt) liegt.  Ringförmig parallel zum Zentrum finden wir, ausgelöst durch mittelalterlichen Wohlstand,  eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands. Mehr als 600 farben- und formenreiche Fachwerkhäuser der verschiedenen Stilepochen prägen das Stadtbild und zeigten uns schmuckvolle, mit Ornamenten, Figuren und Inschriften gestaltete Fassaden, die jeden Besucher faszinieren.
Die Türme der St.-Cyriakus-Propstei und der St.-Servatius-Kirche überragen die Dächer der Stadt und bilden mit den Türmen des Ursulinenklosters und des Rathauses die unverwechselbare Silhouette Duderstadts. Den besten Überblick hat man vom Rathausturm, den man besteigen kann.
Das Rathaus, einst als „Kophus“ (Kaufhaus) erbaut, diente den Händlern als Marktplatz. Heute beherbergt es das touristische und kulturelle Zentrum. Hier sind die „Folterkammer“, der Ratsweinkeller und der Rathaussaal zu besichtigen und in allen Etagen werden „Erlebnisstationen einer mittelalterlichen Stadt“ anschaulich gezeigt. Punkt 11 Uhr öffneten sich 2 Flügel im oberen Teil des Rathauswestturmes und die Figur des „Anreischke“, des Festungsbaumeisters Andreas, erschien und begrüßte uns und andere Touristen. Nach einem Blick vom Rathausturm über das rote Dachmeer der Stadt war es Zeit, auch an das leibliche Wohl zu denken und die Informationen der gelungenen Stadtführung zu verdauen.
Nach dem Mittagessen führte uns der Weg nach kurzer Fahrt zum „Europäischen Brotmuseum“ nach Ebergötzen, dem 2. Ziel unserer Fahrt.
Hier konnten wir in allen Ausstellungsräumen Informationen zur 8.000jährigen Geschichte des Brotes sammeln und in zahlreichen Vitrinen Dokumente und Gegenstände zum Thema anschauen bzw. lesen und „begreifen“. Im Außenbereich fand der Garten mit zahlreichen alten Getreidesorten, Arznei- und Heilpflanzen großen Zuspruch der Fuldabrücker und Baunataler, aber auch die „Bockwindmühle“, anschaulich und ausführlich von „Müller“ Gantz  in ihrer Funktionsweise erklärt, interessierte uns sehr. Leider war kein Wind vorhanden, um sie in Funktion zu erleben und das Räderwerk zu hören.
Im Cafe‘, direkt neben dem Museum, fand ein informativer, erlebnisreicher Tag seinen Abschluss und nach sicherer Fahrt kamen wir gegen 17.30 Uhr in Fuldabrück an, früh genug, um das Spiel  Deutschland – USA verfolgen zu können.
Hier noch einige Bilder