Besuch im Kutschen- und Wagenmuseum Lohfelden am 18.03.2012

Zahlreiche Mitglieder des HuGV und einige Gäste machten sich am 18.März auf eine Reise in die motorfreie Zeit der Kutschen und Pferde. In Lohfelden ist aus der ehemaligen katholischen Kirche ein einzigartiges Museum entstanden. Horst Fehr, der heutige Museumsleiter und leidenschaftliche Kutschenfan hat jahrzehntelang historische Fahrzeuge aus der Zeit, als noch wirkliche Pferdestärken zählten, zusammengetragen. Von der Postkutsche im Liniendienst über hochherrschaftliche Kutschen für festliche Anlässe bis hin zum schwarzen Gespann für den letzten Weg zum Friedhof ist alles zu finden. Auch Gerätschaften und Werkzeuge aus der Zunft der Wagner, Stellmacher und Schmiede sind in dem ehemaligen Kirchenraum ausgestellt.
Horst Fehr persönlich gab den Besuchern bei seiner Führung einen historischen Überblick, garniert mit anschaulichen Details, Hintergründen und Anekdoten zum Schmunzeln. Das Problem der Fortbewegung ist für uns heute ganz selbstverständlich und komfortabel durch Autos, Eisenbahnen usw. gelöst. Wie beschwerlich dagegen eine Reise per Kutsche vor 200 Jahren verlaufen sein könnte und welche Hindernisse dabei zu überwinden waren, das wurde für alle nachvollziehbar.
Am Ende der fast zweistündigen Führung übergab Gerhard Meil als Dankeschön an Horst Fehr ein Mitbringsel aus Dörnhagen, das in den Fundus des Museums eingereiht werden soll. Ein Gerät aus dem bäuerlichen Alltag, dessen Funktion lange Rätsel aufgab. Es entpuppte sich als ein seltenes mechanisches Hilfsmittel zum Stecken von Bohnenstangen im Gartenboden.
Im Anschluss an den Museumsbesuch freuten sich alle an diesem kühlen und auch etwas verregneten Sonntag über warmen Kaffee und leckeren Kuchen im Café Freudenstein.

hier noch einige Bilder